Ab in den Park der duftenden Hügel, und den Berg erklimmen! Hiking auf Chinesisch.
Aber noch ist noch nicht morgen. Heute abend ziehen wir erstmal noch ein kleines Touriprogramm durch. Unterstützung auf der Gast-Seite holen wir uns durch zwei Ulmer Kollegen von Arndt. Wir verabreden uns im Hutong, nördlich der verbotenen Stadt. In der Nähe des Trommel- und auch des Glocken-Turms (kurz Drum&Bell). Ich will jetzt endlich Peking-Ente essen! Wie sich heute nämlich herausgestellt hat, fliegen wir am kommenden Mittwoch zuück nach Frankfurt.
Engelchen: "Wunderbar, nur drei Arbeitstage länger weg als geplant. Dann bleibt ja doch noch a bisserl Urlaub übrig für die Zeit zwischen Weihnachten und Heilige-Drei-König."
Teufelchen:"Schade! Gar keine ganze Woche länger hier. Ich wär gern noch ein bisschen länger hier...", hör ich mich denken.
TreffpunktWir nehmen die U-Bahn bis Andingmen-West St. und sind als Erste da. Wirklich sehr schön hier, auf dem Mond.
Den Weg von der U-Bahnstation bis zum ersten Treffpunkt versüßen uns wunderschöne alte Huntonghäuser, Lokalkolorit vom Feinsten und vor allem der Haufen allter schrulliger Ömchen, die zweireihig aufgestellt auf dem hier breiten Bordstein zu netten Klängen aus dem an der Hauswand aufgestellten Kassettenrekorder tanzen.
Um die Wartezeit etwas zu Verkürzen hol ich am Strassengrill zwei Kebabspiesschen. Schwein, gewürzt mit Chili und Knoblauch. Und Natriumglutamat, glaub ich gesehen zu haben. Seeeeeehr lecker! Der Stand widerspricht jeglichem westlichen Hygiene-Standard, zumindest soweit ich bisher vergleichen kann. Jeglichem. Das gegrillte Zeug kann man aber gut essen und verdauen. Zur Not halt nochmal drauflegen lassen.
Der erste Kollege ist getroffen, sein Taxi hält direkt bei uns. Nach der Begrüßung suchen wir den besten Platz um das Taxi, in dem sich grad der zweite Kollege fahren lässt, herzulotsen.
Geschafft. Alle beieindander, dann kömmer ja das nächste schrill illuminierte Restaurant ausprobieren..
Dann man los, Männer! Ich bleib dran. Mach noch ein paar Photos, deren Motiv sich auch auf ner Weihnachtskarte machen würde, wie ich finde.
Ist denn schon Weihnachten?;Das Peking-Enten Restaurant für heute Abend. Je mehr kitsch, je voller und je lauter desto lieber geht der Chinese rein. Steht dafür auch gerne ne Stunde draussen an. Andere Länder...
Wir sind allerdings für chinesische Verhältnisse sehr spät dran (21:00 Der Spanier in mir ist enttäuscht, dass hier nix mehr los ist..) aber dafür muss man weder draußen anstehen noch brüllen um sich drinnen zu unterhalten.
In China wird in der Regel recht früh, so um 18:00 Uhr gegessen. Schon deutsche Verhältnisse hier, mal wieder.
Chilihuhn, eine Speise aus Chilis, panierten Hühner-Trümmern (Und KFC ist doch eine chinesische Erfindung!), Erdnüssen und Sternanis. Suuperlecker, viel schaaaaaaf!
Danach geht's zu Fuß weiter zu den Seen vom Beihai-Park, an deren Ufer entlang eine Kneipe nach der anderen ausländische Biersorten anbietet.
Die Lotusblumenblätter werden abwechselnd in abenteuerlichen Farben angestrahlt. Strange hier. Die Jungs und Mädels wollen Laserpointer, die grün und an die 50 Meter weit strahlen, an die Massen bringen. Ein schöner Verdauungsspaziergang ist das hier. Ich kann richtig gut glotzen.
Der perfekte Platz für einen Absacker. Sacklaute Musik, See, Beleuchtung, Heizstrahler. Zwei kleine Bierchen noch und ab mit dem Taxi im Eiltempo durch die Stadt, rasant über den leeren Tian'anmen, sicher bis ans Hotel.
Jetzt aber schnell schlafen, um halb sechs muss aufgestanden werden! Wir müssen um acht am Treffpunkt im Nordwesten sein.
Ah, schon wieder!Hier wird jeden Samstag geheiratet. Immer ist rosa dabei. Also wenn immer ist gleich dieses und das Mal davor. Dann immer.
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