Samstag, 27. September 2008

Milchbar und Kazimierz

Es ist dann doch weit nach fünf geworden. Zoltan, der sonst seine Komilitonen auf Ungarisch durch Krakau führt, hat mir dann die kleine Stadtführung gegeben.

Wunderschöne und wunderalte Unigebäude, das Papstfenster, eine Kirche, deren Namen ich schon wieder vergessen habe, die Milchbar in der Altstadt (Grodzka, so heisst die Strasse - nicht die Milchbar. Im Kommunismus war das sone Art Suppenküche, da gab's kein Fleisch, und deswegen Milchbar. Heute gibt's da gutbürgerliche sättigende polnische Küche, für mich heisst das natürlich Pierogi na ruszky, is klar oder?! Gute Portionen für echt wenig Geld, obwohl das noch die teuerste Milchbar Krakaus ist, weil klaro, in DER Altstadt.)

Danach wollten wir dann mit der Tram ins jüdische Viertel (alle sagten, dass müsste man besuchen, weiss jetzt eigentlich nicht warum, weil bspw. das Fischerviertel in Ulm ist viel viel schöner. Aber klaro, hier muss natürlich auch immer wieder an den Zweiten Weltkrieg erinnert werden.) Der Tramfahrer hat aber leider eine Fußgängerin angefahren. Es floß kein Blut, und auch sonst war eigentlich nix. Trotzdem konnten wir nach 5 Metern Fahrt aussteigen. Gut, dass alles in der Krakauer Innenstadt wirklich lächerlich nah beieinander ist. Das wäre ungefähr so, als würde ich an die dDonau den Bus nehmen. Die Krakauer finden schlecht gefahren aber trotzdem immer besser als gut gelaufen. Dabei kochen die so lecker, da muss man quasi laufen, sonst wird man (und frau auch) dick und rund.
Ich hab den Kollegen lieber nicht gesagt, dass ich auch heute vorhabe, mit meinem ganzen Gepäck (Rimowa ist ein Segen!) vom Hotel zum Bahnhof zu GEHEN. Die haben mich schon komisch angesehen, als ich erzählt habe, ich bin zweimal um die Altstadt im Planty gejoggt.
Dann hoff ich mal, noch ein paar Sonnenbilder zu knipsen, damit ich dann die Beiträge der letzten Tage ein bisschen aufhübschen kann.
Ach ja, eins noch, sechs Longdrinks (da war ja wohl kein Alk drin, oder ich bin immun..im jüdischen Viertel weggehen..hm, grübel..dürfen die keinen Alk ausschenken(?), ein gebratener Schafkäse-Teller, 100 Zloty (gesprochen btw: Suothi, kein eiziges "L" in dem Wort, ist ja eigentlich auch das "L" mit dem Schrägstrich drin, und das wird, man höre und staune "uo" gesprochen. Tja, die Slawen halt, was soll ich da sagen?!), wenn das mal kein echtes Schnäppchen ist. Zoltan hat wohl die alkreicheren Drinks gehabt, seine Augen wurden immer glasiger.

Ich hab schon lange nicht mehr soooo nach Rauch gestunken. Bin trotzdem stolz wie Oskar, denn mir war den ganzen langen Abend lang (bin um halb drei ins Bett) nicht ein einziges Mal nach einer Kippe. Die Klamotten, die habe ich mal in eine Tüte gepackt, undfassbar, wie DIE stinken!.

So, jetzt aber nichx wie los in Richtung Bahnhof, schliesslich hab ich keinen Blassen welcher Bus das heute sein wird.

Dscheschdsch, Kraków!

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